Der Islam stellt für uns Christen keine Bedrohung dar, sondern eine Herausforderung. In der Begegnung sollten wir die Freiheit haben, einander zu erklären, was wir unter der Wahrheit verstehen. Ich setze mich für gute Begegnungen, gegenseitiges Verständnis und Respekt zwischen Christen und Muslimen ein.
In der Begegnung sollten die kulturellen und religiösen Verhaltensregeln respektiert werden. Im Folgenden sind einige allgemeine praktische Regeln aufgelistet.
Christen sollen lernen, in jeder Situation ruhig und freundlich zu bleiben. Folgende Grundregeln können eine Hilfe sein:
Zehn Ratschläge zur Begegnung mit Muslimen1. Sieh in jedem Muslim zuerst den Menschen• Die wenigsten sind Fanatiker oder Fundamentalisten. • Die meisten sind hier, weil sie ein besseres Leben haben möchten. • Die meisten Muslime sind einfache Menschen, die Gott dienen wollen. • Sie haben Wünsche, Hoffnungen, Freude und Schmerz – wie auch wir. 2. Sieh die Muslime in ihrer Unterschiedlichkeit • Jeder Muslim ist anders: Klischeebilder und Vorurteile taugen nichts. • Wichtig ist, Interesse zu zeigen und zu versuchen, die Person kennenzulernen. • Jeder Muslim ist eine individuelle Person. • Ihr islamischer Glaube ist sehr unterschiedlich (Volksislam, Gruppierungen) 3. Verstehe ihre inneren Spannungen • Viele Muslime sind zwischen ihrer Heimat und der westlichen Kultur hin und her gerissen. • Kinder leben zwischen patriarchalischem Elternhaus und demokratisch liberaler Umwelt. • Geistliche Spannung: Was ist der Islam, und wie sollen sie ihn praktizieren? 4. Beachte die andersartige Kultur • In ihrem Herkunftsland ist vieles anders; es gelten manche Regeln und Tabus. • Grosser Unterschied zum Westen besteht in der Begegnung der Geschlechter. • Als Christen müssen wir in diesem Punkt feinfühlig sein. • Christen sollen die fremde Kultur und Denkweise kennen lernen und respektieren. 5. Habe keine Angst vor dem Islam • Muslime erscheinen äusserlich oft selbstsicher, sind aber oft unsicher und leben in Angst. • Der Islam ist keine Bedrohung, sondern eine Herausforderung. Jesus hat gesiegt. • Christen kennen die Wahrheit. Die gute Botschaft soll verständlich erzählt werden. 6. Gehe auf Muslime zu, ergreife Initiative • Ergreife die Initiative und gehe auf Muslime zu: Wir sind oft zu begegnungsscheu. • Viele Muslime leiden darunter, dass sie abgegrenzt werden. Überwinde diese Barrieren. • Entwickle neue Ideen und Möglichkeiten der Begegnung. 7. Gib Gottes Liebe an die Muslime weiter • Muslime sind auch Gottes Geschöpfe: Gott liebt sie. So sollen auch wir sie lieben. • Muslime kennen Gottes Liebe nicht! Christen sollen die Liebe Gottes weitergeben. • Gib vorerst die Liebe praktisch weiter; nachher kann die Liebe Gottes erklärt werden. 8. Rede zu ihren Herzen, vermeide Streitgespräche • Man kann über einfache alltägliche Dinge reden – Dinge, die sie beschäftigen. • Erkenne ihre Not, Angst und Zweifel der Muslime. • Bete für die Muslime – und wenn es möglich ist, auch direkt mit dem Menschen. 9. Rede bekennend • Sprich natürlich und überzeugend von deinem Glauben an Gott und die Auswirkungen. • Zur gegebener Zeit kann das persönliche Bekehrungserlebnis erzählt werden. • Berichte auch, wie die persönliche Beziehung mit Gott im Alltagsleben aussieht. 10. Erkläre die Bedeutung von Jesus Christus • Nicht den Islam schlecht machen; Polemik vermeiden. • In erster Linie soll Jesus Christus gross gemacht werden; Jesus ist mehr als ein Prophet. • Die Einmaligkeit und Mission von Jesus Christus soll erklärt werden |
| Dieser Artikel erschien im Chrischona-Panorama 6-2007 auf Seite 10 |